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PV- Komponenten und Anlagenqualitäten
- PV-Komponenten:
Die PV-Anlagen können für die direkte Einspeisung in das
öffentliche Netz / das Netz des Energieversorgungsunternehmens
("Netzeinspeiseanlagen") oder zur Einspeisung direkt in Stromverbraucher
(Wasserpumpen, Klimaanlagen, Lichtquellen etc.) bzw. Akkumulatoren
("Inselanlagen") genutzt werden.
Auch in Europa sind wegen der hohen Einspeisevergütungen die
Netzeinspeiseanlagen mit Wechselrichtern das Übliche, in Entwicklungsländern
oder im Gebirge gibt es aufgrund fehlender Elektro-Infrastruktur
seit Jahrzehnten die Inselanlagen mit Ladereglern. Inselanlagen
mit Gleichspannung von 12 Volt (teilweise auch mit 24 oder 48 Volt)
sind ferner die Stromquelle für Parkscheinautomaten, Notrufsäulen,
Autobahn-Überwachungseinrichtungen, Beleuchtungsquellen usw..
PV-Anlagen bestehen üblicherweise aus Modulen (Silizium
oder Dünnschicht), Wechselrichtern (für kleinere
Anlagen: "String-Wechselrichter", für größere Anlagen:
"Zentralwechselrichter"), Gestellen (für Satteldächer
oder Flachdächer), Kabeln und Kleinteilen und ggf. aus
Ladereglern und Akkus.
In der Regel sind die Wechselrichter als elektronische Bauteile,
die permanent arbeiten und aus dem Gleichstrom der Module den einspeisefähigen
Wechselstrom machen, die Schwachstelle der PV-Anlagen. Sie gehen
im Verlauf einiger Jahre mit Sicherheit defekt.
Zum Betrieb der Anlage (Abrechnung der Einspeiseverg�tung) geh�rt ferner ein zus�tzlicher Stromz�hler.
- Anlagenqualitäten:
Marken-Module, beispielsweise von Photowatt, gibt es
in Silizium üblicherweise in Leistungsgrößen von 130
W bis 220 W. Kleinere Größen (ab 10 W) für z.B. Parkscheinautomaten
oder Camper sind selten, jedoch verfügbar.
Module unterscheidet man in monokristalline und polykristalline
/ multikristalline Silizium-Module und in Dünnschicht-Module.
Dünnschicht-Module haben derzeitig nur einen Marktanteil von
ca. 10 %, bieten aber das größte technische und wirtschaftliche
Entwicklungspotential.
Monokristalline Module mit dem höchsten Wirkungsgrad wurden bei
Shell (ehemalige Siemens-Fertigung) seit über 30 Jahren hergestellt,
kostengünstige polykristalline Module mit etwas geringerem Wirkungsgrad
werden seit mehr als 25 Jahren weltweit verkauft. Dünnschichttechnik
wird seit ca. 18 Jahren eingesetzt.
Die Marken-Produktionen sind ISO 9001 zertifiziert
und die Module haben alle bedeutenden Zertifikate wie IEC 61215,
CE und TÜV-Schutzklasse II.
Marken-Module haben eine Leistungsgarantie von 20
bis 25 Jahren, das heißt, daß in einem bestimmten Zeitraum
die Module noch gewisse Mindestleistungen zu erbringen haben. Ist
das nicht der Fall, regeln individuelle Hersteller-Richtlinien den
Schadensersatz. Die Garantien / Gewährleistungen laut BGB gelten
parallel.
Die Garantien der Produzenten von Wechselrichtern und Gestellen
liegen in der Regel bei 5 bis 10 Jahren (teilweise nur bei Abschluß
eines prämienbelasteten Servicevertrages).
Große Wechselrichter ab 20 kVA haben bei Abschluß eines
Wartungsvertrages bis zu 20 Jahre Garantie.
Kleine Wechselrichter ("String-Wechselrichter") werden bei Defekt
innerhalb ca. 48 Stunden vom Lieferanten ausgetauscht.
Für PV-Anlagen können Allgefahren-Solarversicherungen
gegen Vandalismus, Stromertragsausfall und Unwetter abgeschlossen
werden.
Die Module haben ein bis zu 4 mm starkes schlagfestes und hochtransparentes
Glas, das wenig Eisenanteile hat und Hageltests standhalten können
muß.
Die Modul-Abnutzung ist äußerst gering, da in den Modulen
kein mechanischer Abrieb geschieht. Die Leistungsminderung
(Degradation) heutiger Qualitäts-Module liegt nach wissenschaftlichen
Untersuchungen bei max. 4 % innerhalb von 20 Jahren.
Qualitäts-Dachgestelle aus Edelstahl und Aluminium
sind fast unvergänglich und haben eine für die Versicherung
wichtige Statik.
Die speziellen Solarkabel, z.B. Typ "Lapptherm" und "Radox", sind
über Jahrzehnte UV-beständig.
Wind und Regen säubern die Module, auf denen sich aufgrund
ihres Neigungswinkels und der leichten Oberflächenwärme
zumindest in Norddeutschland kaum Schnee oder Eis festsetzen kann.
Wartungskosten fallen bei PV-Anlagen nicht an.
Auch bei Photovoltaikanlagen gibt es große Qualitätsunterschiede.
Aufgrund der geplanten langen Lebensdauer einer Photovoltaikanlage
von 30 bis zu 40 Jahren muß daher auf beste Qualität
Wert gelegt werden. Nur dann ist ein langjähriger hoher Stromertrag
mit guter Wirtschaftlichkeit möglich und nur dann ist die Wahrscheinlichkeit
von Reklamationsfällen gering.
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